Nachbericht 1. Mai 2022

Vorläufiger Nachbericht zur antikapitalistischen 1. Mai Demonstration 2022 in Regensburg

Die Krisen häufen sich: Krieg, Klimakrise, Kapitalismus – wir haben genug! Mit einer kraftvollen, antikapitalistischen Demonstration zogen gestern rund 350 Menschen durch Regensburg, um für eine bessere Welt zu kämpfen! Größer als die am Vormittag stattgefundene Demonstration des DGB. Zum revolutionären 01. Mai hat das Bündnis antikapitalistischer 1. Mai aufgerufen. In den Redebeiträgen der verschiedenen Gruppen wurde der Zusammenhang verschiedener globaler Probleme und deren Wechselwirkungen mit dem Kapitalismus beschrieben. Den Auftakt machte die Trommelgruppe Dialamadia, gefolgt von einer Rede des Internationalen Kultur und Solidaritätsvereins (IKS), die den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Krieg aufzeigte – und wie unser Widerstand dagegen aussehen muss:

Heute sendet die Arbeiter*innenklasse die Botschaft in die ganze Welt:

Keiner von uns für eure Kriege! Keine Waffe produziert von unseren Händen! Keine Waffen transportiert durch unsere Arbeit!

Der revolutionäre Block stand bei der anschließenden Demoaufstellung an der Spitze, gefolgt von einem roten Block, einem Klimablock und einem internationalistischen Block.

No War but Class war und

Kämpfe verbinden – Kapitalismus überwinden!

Das sind die Losungen auf den vorderen Transparenten. Nach einem ausdrucksstarken Demonstrationszug vorbei am „Haus der bayerischen Geschichte“,das den idealen Ort für CSU-Kritik bot und durch die Thundorferstraße wurden die nächsten Reden des Bündnisses am Arnulfsplatz gehalten. Themen der Reden waren die Auswirkungen des Kapitalismus auf Jugendliche, die noch vor dem Eintritt in die Lohnarbeit die Perspektivlosigkeit und Ausbeutung des kapitalistischen Alltags zu spüren bekommen (Aufbruch.) sowie ein alternatives Konzept zur Arbeits- und Freizeitgestaltung, weg vom 8-Stunden-Tag – hin zu einem bedürfnisorientierten Wirtschaften! (Recht auf Stadt Regensburg). Als die Demo weiterging kam es zu einem kleineren Angriff durch die Polizei, nachdem im Frontblock Pyro gezündet wurde. Die Demo konnte nach einem kurzen Stopp weiterlaufen. Ohne weitere Zwischenfälle, dafür laut und kämpferisch, zog die Demo zum Domplatz, wo sie vom selbstorganisierten, antikapitalistischen Straßenfest empfangen wurden. Dort wurden die letzten Reden des Bündnisses verlesen: Was ist Klasse? Wer ist Klasse? Wie sieht die Arbeiter*innenklasse im 21. Jahrhundert aus? Diesem Thema widmete sich die Rede der Sozialrevolutionären Aktion (SRA). Die nächste Rede war die der Anarchistischen Gruppe (ANA), in der sich mit „wilden“ Streiks und der Notwendigkeit direkter Aktion auseinandergesetzt wurde. Die letzte Rede des Bündnisses war die der Resistenza Antifascista Ratisbona (RAR), die eindrucksvoll darlegte, warum Antifaschismus immer auch Antikapitalismus bedeuten muss!

Das Antikapitalistisches Straßenfest

Neben Infoständen (die Falken Regensburg, SDAJ Neumarkt, Sozialrevolutionäre Aktion [SRA], der Roten Hilfe OG Regensburg) gab es eine Bühne, Essens-Stände (Bündnis gegen Abschiebelager [BgA], Aufbruch) sowie kühle Getränke (selbstverwaltetes Juz Burglengenfeld). Wie im letzten Jahr wurde das Straßenfest von einem Theaterstück eingeläutet! Das Stück gab einen Abriss über den historischen Materialismus – oder anders gesagt: Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen! Warum sollte es im Kapitalismus – einem profitorientierten System basierend auf Ausbeutung und Diskriminierung also anders sein? Danke an die Straßenbande für das informative und kreativ gestaltete Werk! Im Anschluss daran gab es den 1. Musik-Act: Mit viel Energie und großartigen Texten spiele Kollossus Däächt! Auch an euch ein großes Dankeschön für die Bereicherung unseres Straßenfests! Es folgte eine wütende und kraftvolle Rede aus dem roten Demoblock zum Thema Repression

– nieder mit ihrer Klassenjustiz! Freiheit für alle politischen Gefangenen. Solidarität mit allen von Repressionen betroffenen Genoss*innen – im Knast und draußen!

Im Anschluss gab es noch einen Akustik-Act sowie (Punk-)Rap zu hören (PanZerstörer) bevor die Veranstaltung für beendet erklärt wurde.

Bereits bei Ankunft am Endkundgebungsort und nochmals kurz vor Ende des Straßenfests kam es zu Ausweiskontrollen durch die Polizei, die es für nötig hielt, noch während einer globalen Pandemie Menschen auf dem Heimweg wegen einer angeblichen Vermummung während der Demonstration aufzuhalten. Solidarität auch mit diesen von Repression betroffenen Menschen!

Wir danken allen Teilnehmer*innen der Demo für diesen starken Ausdruck! Allein können wir nur wenig erreichen – aber gemeinsam können wir den Kapitalismus überwinden! Dafür müssen wir jeden Tag kämpfen! Lasst uns den Kapitalismus zerstören, bevor er uns und den Planeten zerstört! Hoch die internationale Solidarität!

Anti Kapitalistischer 1. Mai 2022 in Regensburg.

Wir waren viele, laut, internationalistisch und kämpferisch!

Hoch die Internationale Solidarität!

Nachbericht 8.März

Der 8. März 2022 in Regensburg -gemeinsamer Nachbericht

Bereits am Abend des 7. März startete das Rahmenprogramm des diesjährigen Frauenkampftages mit einer Filmvorführung der Anarchistischen Gruppe #Regensburg (ANA). Anschließend zogen etwa 80-100 Personen beim Reclaim the Night March mit kämpferischen Parolen, Leuchtfeuer und Transparenten durch die Stadt, um sich zu empowern und den 8. März einzuleiten. 

Zum #Frauenkampftag selbst, am 8. März, veranstaltete ein Bündnis aus der Sozialrevolutionären Aktion, dem Aufbruch und der Seebrücke in Regensburg eine dreiteilige Kundgebung am Neupfarrplatz. Die drei Ausstellungen am Kundgebungsort waren so gestaltet, dass Besucher*innen mit ihnen interagieren und auch ihre persönliche Sicht auf die verschiedenen Themenbereiche wiedergeben konnten.

Die Aktion wurde von Passant*innen sehr positiv aufgenommen, wir diskutierten und hörten zu, ließen die Menschen ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Der erste Teil (@Aufbruch_Regensburg ) widmete sich dem Thema der #Gewalt gegenüber Frauen.  Nicht überraschend, dennoch erschreckend, dass fast jede weiblich gelesene Person von unangenehmen bis übergriffigen Erfahrungen berichten konnte.

Der zweite Teil (@sra_regensburg ) war ganz dem Thema der Stellung der Frau in unserem Wirtschaftssystem gewidmet. Hier fand nicht nur der #Genderpaygap Erwähnung, sondern auch das Thema der #Care-Arbeit und eine erhöhte Bedrohung von #Altersarmut für Frauen. Die Passant*innen konnten hierbei ihre Meinung angeben, zum Beispiel zu der Frage, wie viel ihnen die eigene unbezahlte Hausarbeit denn finanziell wert sei. Sie konnten sich selbst verordnen, indem sie ein Post-It mit einer Wäscheklammer an einer Stelle auf einer Schnur befestigen, die ihrer Aussage am nächsten kommt. 

Der dritte Teil (@seebruecke_regensburg ) öffnete einen globalen Blick auf die Unterdrückung und Benachteiligung von #FLINTAs und beschäftigte sich mit dem Thema FLINTAs und #Flucht.

3. Leerstandsaktion

Die dritte #LebenStattLeerstand Kundgebung in #Regensburg ist jetzt zu Ende.

Wir forderten die Unterbringung von obdachlosen Menschen in leerstehenden Hotels, als erster Schritt zur Verbesserung der Lebensumstände obdachloser Menschen und der Überwindung des #Kapitalismus!

Leerstand zu Wohnraum! Die Häuser denen, die sie brauchen! #Wohnen, #Pflege und #Infrastruktur dürfen keine #Ware sein, an der sich einzelne bereichern!

#RegensburgBesetzen

#ObdachloseInLeereHotels

#LeKu

Leerstands-Kundgebung

Am Samstag den 10.07 nahmen wir auf Einladung der Gruppe Recht auf Stadt Regensburg zusammen mit Resistenza Antifascista Ratisbona, dem Aufbruch und dem ueTheater an einer dezentralen Aktion mit mehreren Kundgebungen teil.

Schwerpunkt dieser Kundgebungen war die in der gesamten Stadt herrschende Gentrifizierung und die damit einhergehenden Probleme wie Leerstand, Wohnraum-Spekulation und hohe Mieten.

Veranschaulicht wird dieser Umgang mit Wohnraum als Spekulationsobjekt unter dem Leerstandsmelder der Gruppe Recht auf Stadt:

https://umap.openstreetmap.fr/de/map/leerstandsmelder-regensburg_175105#12/49.0165/12.0990

Unser Beitrag auf dem Neupfarrplatz war es auf den Leerstand der ehemaligen Commerzbank aufmerksam zu machen und der Öffentlichkeit zu zeigen was direkt vor Ihren Augen verkehrt läuft.

Mit einem Straßentheater und Info-Aufstellern erreichten wir verschiedenste Passant*innen und konnten somit auf eine der dringendsten sozialen Fragen unserer Zeit aufmerksam machen; der Frage nach Wohnraum für alle.

Im Anschluss fand eine gemeinsame Kundgebung aller Gruppen am St. Kassiansplatz statt, wo Musik, ein politisches Theater und Infos über die Selbstorganisation in Wohnprojekten eingeholt werden konnten.


Denn Wohnraum ist ein Grundbedürfnis und kein Spekulationsobjekt!

Aufruf Kundgebung END RACISM – END POLICE OPPRESSION

25.05.2021 / 16 Uhr Kundgebung am Haidplatz


„Einfach nicht rassistisch sein‘ gibt es nicht. Nicht handeln heißt Rassismus walten lassen. Wir müssen Antirassisten sein.“ Ibram X. Kendi

Der Mord an George Floyd war letztes Jahr Anlass für einen weltweiten Aufschrei der rassistisch Unterdrückten. Begonnen hat dieser aber nicht am 25. Mai 2020. Denn seitdem es Rassismus gibt, gibt es Widerstand. Sie waren noch nie mundtot, sie werden aber systematisch geknebelt. Es braucht immer wieder gewaltige Kraftakte wie die weltweite „black lives matter“-Bewegung, um die Aufmerksamkeit der Medien auf die horrende, allgegenwärtige Gewalt zu lenken, die Rassismus bedeutet.Wenn wir nicht spätestens jetzt den Kampf gegen das rassistische System aufnehmen, sind wir Mittäter. Wir sollten uns stattdessen dem Widerstand anschließen und solidarisch den Kampf gegen jede rassistische Instanz auch hier in Deutschland weiterführen. Und das bedeutet auch immer unseren unsere eigenen, ansozialisierten Rassismen und Vorurteile zu konfrontieren. Das bedeutet auch, zu erkennen, dass Rassismus kein US-amerikanisches Problem ist, sondern ein weltweites. Auch in Deutschland erfahren regelmäßig Menschen rassistische Gewalt oder werden ermordet:Am 19.05.2011, vor mittlerweile 10 Jahren, wurde die 39-jährige Nigerianerin Christy Schwundeck in einem Frankfurter Jobcenter von einer Polizistin erschossen. Die Anklage wurde fallengelassen und jede weitere Ermittlung verhindert, genauso wie im Fall Oury Jalloh. Sie stehen hier beispielhaft für die unzähligen Menschen, deren Ermordung viel zu wenig Aufruhr auslösten. An sie und an alle anderen rassistisch Ermordeten sollten wir denken, um uns immer wieder an die grausame Realität des rassistischen deutschen Staats zu erinnern.

Wir wollen den Ermordeten gedenken. Aber gerecht geworden sind wir ihnen erst, wenn wir jede Macht, die auf rassistischer Unterdrückung und Ausbeutung beruht, zerstört haben. Denn Erinnern heißt kämpfen.

Nachbericht antikapitalistischer 1. Mai Regensburg

Nicht trotz, sondern wegen Corona – Regensburger AntikapitalistInnen begehen den 1.Mai unter erschwerten Bedingungen

Am 1. Mai, folgten etwa 300 Menschen dem Aufruf zu einer antikapitalistischen Demonstration, die einmal um die Regensburger Innenstadt zog. Lautstark und klassenkämpferisch wurden in verschiedenen Redebeiträgen Kritik an der Corona-Politik sowie an den sich verschärfenden sozialen Verhältnissen im Kapitalismus angeprangert. Dazu aufgerufen hatte das „Bündnis antikapitalistischer 1.Mai Regensburg“ an dem sich folgende Gruppen beteiligten: Sozialrevolutionäre Aktion Regensburg (SRA), Recht auf Stadt Regensburg (RaS), Resistenza Antifascista Ratisbona (RAR), der Aufbruch, die Straßenbande (politisches Straßentheater), der internationale Kultur- und Solidaritätsverein (IKS) sowie die anarchistische Gruppe (ANA).

Weiterlesen „Nachbericht antikapitalistischer 1. Mai Regensburg“

Aufruf vom Bündnis antikapitalistischer 1. Mai Regensburg

Der Kapitalismus ist ein gescheitertes System, das ist seit langem bekannt. Gescheitert, weil es nicht fähig ist, friedliches und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen. Gescheitert auch an der Bewältigung der Klimakrise.
Kapitalismus ist Klassenkampf von oben: Nicht deine Familie, nicht deine Gesundheit und auch nicht dein Leben sind oberste Priorität, sondern einzig und ausschließlich die Sicherung ihrer Profite. Das hat die Coronapandemie nochmals bewiesen. Millionen Menschen haben ihr Leben verloren. Menschen hungern, obwohl es theoretisch ausreichende Kapazitäten gäbe, um alle zu versorgen. Menschen sterben an heilbaren Krankheiten, weil Pharmakonzerne auf Patenten sitzen und Eigentum im Kapitalismus mehr zählt als Menschenleben.
Der Markt hat – wie immer – nichts geregelt, die Politiker*innen haben sich bereichert, die Regierung handelt dilettantisch. Schluss damit!

Wir sagen: Heraus zum antikapitalistischen 1. Mai!

Dass nicht die Gesundheit der Menschen im Fokus der Politiker*innen steht, wird auch hier in Regensburg klar ersichtlich. Wie sonst kann man sich erklären, dass Geflüchtete und Obdachlose in ihren Massenunterkünften zusammengepfercht werden, wenn am anderen Ende der Stadt 180 hochpreisige Wohnungen leer stehen, die sich auch ohne Pandemie kaum jemand leisten kann? Wir brauchen eine Politik, bei der die Menschen und ihre Bedürfnisse an erster Stelle stehen. Dafür gehen wir am 1. Mai auf die Straße!

Nach der Krise ist vor der Krise.

Wenn die Pandemie früher oder später überwunden ist, wird sich am Status Quo nichts geändert haben, im Gegenteil: Die Macht des Staates ist (bislang) gewachsen. Auch wenn viele sich ein Leben wie vor Corona zurückwünschen, auch vorher gab es keine gute demokratische Herrschaft. Es gab stets nur die Herrschaft des Kapitals. Von den Regierungen war und ist nichts zu erwarten. Und von den großen Gewerkschaften? Die haben in der Vergangenheit zu oft stillgehalten, wenn Arbeitsrechte mit Füßen getreten wurden, Stichwort Hartz IV. Der DGB hat die Abschaffung der Leiharbeit aktiv verhindert. Selbst die Möglichkeit zum Streik wurde mit Anbiederung der Gewerkschaften an das kapitalistische System immer mehr eingeschränkt.
Aber was bringen uns Streiks, wenn sie die Unternehmerinnen nicht mit voller Härte spüren lassen, dass wir die eigentlichen Arbeitgeberinnen sind? Warum lassen wir uns das gefallen, wenn wir doch am längeren Hebel sitzen? Wir können die Betriebe in den Lockdown schicken – z.B. in Form eines solidarischen Generalstreiks.
Nicht nur um endlich wirksame Pandemie-Maßnahmen
umzusetzen, sondern auch um uns unserer Macht bewusst zu
werden – die Macht der weltweiten Arbeiterinnenschaft. Und darum sind wir Internationalistinnen.

Unsere Antwort auf den Klassenkampf von
oben – ist der selbstorganisierte
Generalstreik von unten!

HERAUS ZUM
ANTIKAPITALISTISCHEN 1.MAI!

Antirassistische Wochen in Regensburg

Um 15:00 Uhr fand am Fatih-Saraçoğlu-Platz (vormals Neupfarrplatz) eine Kundgebung zwecks der internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Dabei wurden Reden gehalten und die desaströse Lage von Geflüchteten in Regensburg und weltweit geschildert. Konkret ging es auch um die Umbennenung eines kolonial-rassistischen Straßennamens – die drei M* Straße in Regensburg. Dieses Vorhaben unterstützen wir, fordern aber noch so viel mehr.Erstmals trat auch die Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer auf dieser Veranstaltung auf. Eine symbolische Geste, die bedenkt man die Regierungsbeteiligung der SPD in Regensburg – nur als schlechter Witz verstanden werden kann. Statt tatsächlicherVeränderung drischt man vor offenen Ohren ein paar Phrasen, die im Wahlkampf in diesem Jahr gut ankommen.

Um diese Heuchelei an einem aktuellen Beispiel zu benennen und zu kritisieren, hielten wir – die Sozialrevolutionäre Aktion – eine spontane Rede,die wir hiermit veröffentlichen:

Weiterlesen „Antirassistische Wochen in Regensburg“

Internationaler Frauenkampftag

Anlässlich des internationalen Frauenkampftages, veranstalteten wir gestern eine Kundgebung.

„Jede ernste Frauenbewegung muss soziale Kampfesbewegung sein.“

Mit diesen Worten beschreibt Clara Zetkin, eine der Begründerinnen des internationalen Frauenkampftages, den Grundgedanken ihrer Vorstellung des Kampfes für die Emanzipation der Frau.

Im Jahr 1910 wurde der erste internationale Frauenkampftag von Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und anderen Kommunistinnen und Sozialistinnen in die Wege geleitet. Die zentralen Forderungen der ersten Jahre waren das Frauenwahlrecht sowie eine internationalistische und sozialistische Betrachtung der Frauenfrage. Anders als die bürgerliche Frauenbewegung, die sich auf das Streben nach politischer Gleichstellung beschränkte, ging es den kämpfenden proletarischen Frauen von Anfang an um die Befreiung von allen Ketten – von den sozialen, politischen und religiösen Ketten des Patriarchats genauso wie von den ökonomischen Ketten des Kapitalismus.

Gemäß Clara Zetkins Prämisse einer Frauenbewegung, die unterschiedliche soziale Kämpfe verbinden muss, wurde der Frauenkampftag von den ersten Jahren an in verschiedene politische Kontexte gestellt. Ein zentraler Aspekt war schon vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges der Antimilitarismus und der Internationalismus. Vergewaltigungen, Hungersnöte und Zwangsarbeit, zum Beispiel in Munitionsfabriken, machen das Leben der Frauen in jedem Krieg zur Hölle, auch in der scheinbar sicheren Heimat, weit weg von der Front. So spielten gerade Frauen durch Streiks und Demonstrationen eine entscheidende Rolle für das Ende des 1. Welt-Krieges und bei den drauffolgenden sozialistischen Revolutionen, von der Oktoberrevolution bis zur bayerischen Räterepublik. Die internationale Solidarität unter den Arbeiterinnen sollte der Garant für eine weltweite Friedensbewegung sein. Nicht länger sollten die Arbeiterinnen die Leidtragenden imperialistischer Kriege sein. Nicht länger sollten ihr Blut, ihr Schweiß und ihre Tränen Wasser auf die Mühlen der kapitalistischen Kriegsmaschinerie sein!

Weiterlesen „Internationaler Frauenkampftag“

Sicherheitskonferenz 2021

Jedes Jahr im Februar findet normalerweise in München die sogenannte Sicherheitskonferenz (SiKo) statt. Dabei treffen sich Regierungsvertreter*innen aus allen NATO-Staaten mit den widerlichsten Auswüchsen des Kapitalismus, allen voran Kapitalist*innen der Rüstungsindustrie. Dabei wird sich auf Kosten unserer Steuergelder ein ordentliches Luxusgelage gegönnt und nebenbei im Hinterzimmer die Abmachungen über die nächsten Kriege und Waffendeals getroffen. Alles natürlich ohne die nervige Presse. Die ist nur dazu gut, am Schluss die Propaganda von „Frieden“, „Sicherheit“ und „Demokratie“ in die Welt hinauszuposaunen.

Dieses Jahr fand die SiKo wegen Corona nur eintägig und online am 19.02. statt. Sie kann deshalb nur sehr begrenzt die Funktion der ungezwungenen Vernetzung von Politiker*innen, Kapitalist*innen und Militärs aus aller Welt erfüllen. Was offiziell dabei herauskommt, ist schon von vorneherein sicher: nichts. Nur ein paar schöne Bilder für die NATO werden gezeichnet. An dieser Aufhübschung imperialistischen Terrors war dieses Jahr auch die FFF-Aktivistin Luisa Neubauer beteiligt, die sich nach eigener Aussage wünscht, dass die Bomben der NATO doch bitte nicht allzu umweltschädlich sind. (1) Unser Vorschlag: Wie wäre es mit solarbetriebenen Drohnen, die statt grau in freundlichem hellgrün lackiert sind und nach dem erfolgreichen (tödlichen) Einsatz nach nur 15 Jahren vollständig verrottet sind? Im Ernst, wer ernsthaft an einer Eindämmung der bereits beginnenden Klimakrise interessiert ist, sollte sich von kapitalistischen Regierungen und allen anderen Kriegsprofiteur*innen aufs Schärfste distanzieren!

So wenig uns auch die Lügen interessieren, die die Beteiligten uns verkaufen wollen, halten wir es dennoch für sinnvoll, die verkürzte SiKo 2021 als Anlass zu nehmen, über die NATO und ihre menschenfeindlichen Tätigkeiten zu informieren.

Weiterlesen „Sicherheitskonferenz 2021“