Antifaschistische Kundgebung – für die Ermordeten in Hanau

Rassismus tötet – in Hanau und überall
„Wir haben uns ein Versprechen gegeben: Nie zu vergessen und nie
zu vergeben. Solange nicht […] bis endlich Konsequenzen gezogen
werden […], solange werden wir nicht aufhören zu kämpfen.“
Statement von Angehörigen der Ermordeten in Hanau

Am 19. August 2020 – 18 Uhr Neupfarrplatz

Am 19. Februar 2020 erschoss ein Mann in Hanau 9 Menschen, danach seine Mutter und sich selbst. Über seine Motive braucht man nicht zu spekulieren: Er präsentierte sie bereits Anfang Februar auf seiner Webseite in einem Manifest. Daraus geht klar hervor, dass er aus rassistischen Motiven handelte und nach diesem Schema seine Opfer auswählte. Trotz dessen erklärte das Bundeskriminalamt, er sei kein „Anhänger einer rechtsextremistischen Ideologie“ gewesen. Das zeigt nur, wie verzweifelt versucht wird, das Ausmaß rechter Strukturen zu leugnen.

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LARA „La Resistance“ -Ingolstadt

Am19.07.2020 beteiligen sich rund 80 Personen an einer Kundgebung auf dem Ingolstädter Rathausplatz unter dem Titel: „Antifa in die Offensive – Solidarität mit Steffi!“.

Steffi, eine Politikerin der Linkspartei und aktive Gewerkschafterin, war vor drei Wochen in Kösching (bei Ingolstadt) nachts beim Spaziergang von hinten attackiert worden, sie konnte sich mit Tritten nach hinten befreien. Der Angreifer hatte mehrfach
„Ihr scheiß Linke! „gerufen.

Wir bedanken für die Unterstützung aus sechs bayerischen Städten, die mit uns gemeinsam gezeigt haben, dass rechte Gewalt nicht unbeantwortet bleibt.

Siamo tutti antifascisti – den Antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

#ingolstadt #kundgebung #aktion #161 #antifa #afa #fightcapitalism #solidarity #solidarität #solidaritätmitsteffi #freiheitfürjo #organize #selbstschutz

#NichtaufunseremRücken-Aktionstag: AgitProp in Nürnberg – Des Einen Elend, des Anderen Luxusyacht.

Zusammen mit GenossInnen der Revolutionär organisierte Jugendaktion und der Prolos haben wir heute in der Nürnberger Innenstadt eine Yacht gekapert.
#ProlosJetztMitYacht

Zum Bericht mit Videos: http://www.prolos.info/…/nichtaufunserenruecken-aktionstag…/

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Kaputtgart in Stuttgart

Ein Kommentar

Seit Sonntag Vormittag möchte ich kotzen. Im Strahl. Aber nicht, weil ich in der vorherigen Nacht Teil einer extrem alkoholisierten „Party-Event-Szene“ war. Es liegt mehr an dem Fetisch des deutschen Bürgertums, von rechtsradikalen Akteur*innen bis in das sogenannte links-liberale Spektrum hinein, nach einer solchen Nacht wie am 20.06.2020 in Stuttgart jeden Stiefel zu lecken, der sich ihnen anbietet. Eine Distanzierungswelle fegt wieder über das Land und greift schneller um sich, als das Covid-19 Virus je in der Lage wäre. Dabei wird der Fetisch vom schützenswerten Eigentum, zerstört von einem proletarischen (wahlweise auch migrantischen) Mob weit vor sich hergetragen und überlagert den wichtigen Diskurs über institutionalisierten Rassismus und Bullengewalt. Doch eines nach dem anderen. Was ist passiert?

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Rückblick – Black Lives Matter / racial profiling Proteste in Regensburg

Am 6. Juni und 13. Juni haben sich viele Menschen in Regensburg auf die Straße begeben um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.

Nicht nur George Floyd und andere von amerikanischen Staat ermordete People of Color verlangen nach Gerechtigkeit. Polizeiliche Gewalt gegen Geflüchtete, MigrantInnen, Arme, Jugendliche und viele andere ist weltweit an der Tagesordnung. Die Wut, die die Menschen in den USA auf die Straße treibt, kann auch hier bei uns wahrgenommen werden. Auch hier in Deutschland werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe von der Polizei ermordet und kommen bisher ungestraft davon. So wie Oury Jalloh, Amad A., und unzählige weitere.

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Rückblick – Kampftag der Arbeiter*innenklasse – der Vergessenen

1. Mai bleibt!

Zum heutigen Kampftag der Arbeiter*innenklasse veranstaltete das Bündnis Antikapitalistischer 1. Mai heute eine Kundgebung am Neupfarrplatz.
Auch wenn der Staat in den letzten Wochen versucht, jegliche Versammlung von vorneherein zu verbieten und dies mit dem Coronavirus zu rechtfertigen, ließen es sich zahlreiche Menschen heute in Regensburg nicht nehmen, den Klassenkampf auf die Straße zu bringen. Dabei standen vor allem diejenigen Menschen im Vordergrund, die unter der aktuellen Coronakrise am meisten zu leiden haben. Wohnungslose, Allleinerziehende, Geflüchtete, oder auch prekär Beschäftigte, welche schon vor dem Coronavirus vom kapitalistischen System ausgebeutet wurden und jetzt am Existenzminimum stehen. Die „Vergessenen“ der Arbeiter*innenklasse. Neben den auf 50 Personen durch die Auflagen begrenzten Kundgebungsteilnehmer*innen fanden auch viele Passant*innen Gefallen an den antikapitalistischen Inhalten des Bündnisses.
Livemusik und Reden von der Anarchistischen Gruppe Regensburg, dem Internationaler Kultur-und Solidaritätsverein Iks-Regensburg, Recht auf Stadt – Regensburg, der Sozialrevolutionären Aktion und Resistenza Antifascista Ratisbona begleiteten die Kundgebung.

24 9

Wir bedanken uns bei allen Organisator*innen und Teilnehmer*innen, die heute noch einmal klar gemacht haben: Wir zahlen nicht für eure Krise. Denn die Krise heißt Kapitalismus.

#NichtAufUnseremRuecken
#1MaiBleibt
#Antifa
#1Mai

Kampftag der Arbeiter*innenklasse – der Vergessenen

Liebe Freund*innen, Genoss*innen, „Vergessene“ der Gesellschaft,
jedes Jahr am 1. Mai gehen Arbeiter*innen weltweit auf die Straße, um einen Ausdruck für ihren Klassenkampf zu finden. Entstanden ist der Kampftag der Arbeiter*innenklasse im 19. Jahrhundert. Die Arbeiter*innen streikten damals erfolgreich für den 8-Stunden-Tag. Aufgrund des dauerhaften Wachstums im Kapitalismus wird es für uns Arbeiter*innen immer relevanter uns zu organisieren und den Kampf gegen die damit einhergehende herrschende Ungerechtigkeit aufzunehmen (und dafür einen Ausdruck auf der Straße zu finden). Das antikapitalistische Bündnis 1.Mai Regensburg möchte – im Gegensatz zu den großen Gewerkschaftsdemos – herausstellen, dass auch Geflüchtete, Arbeitslose, Wohnungslose und andere, marginalisierte Gesellschaftsgruppen zur Arbeiter*innenklasse gehören. Gerade in Zeiten des Corona-Virus ist es wichtig die Interessen der gesamten Arbeiter*innen-Klasse zu vertreten und sich nicht in sogenannte „Systemrelevante“ und „Überflüssige“ spalten zu lassen.

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Chronologie der Ereignisse auf Lesbos seit Anfang des Jahres.

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos an der Ägäis waren die Zustände bereits vor dem Ausbruch der Pandemie katastrophal. Der drohende Virus verschärft die Lage.

Untenstehend folgt ein exemplarischer Bericht von einigen Bewohnern des Lagers Moria auf Lesbos, Griechenland.

Griechenland spielt Vollstrecker für die Todesurteile der Deutschen Regierung. Die rechten Bürgerwehren auf Lesbos setzen Europäische Politik in die Tat um. Sie sind dabei nur effektiver als die Polizeieinheiten. Deutsche Rechtsextreme unternehmen Kreuzfahrten nach Moria. Aber was sie umsetzten ist astreine Politik des EU-Parlaments: nach eigener Aussage wollen sie die EU Außengrenzen schützen. «Diese Grenze ist nicht nur eine griechische Grenze, es ist auch eine europäische Grenze», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag bei einem Besuch in Griechenland. Sie dankte dem Land dafür, in diesen Zeiten der «europäische Schild» zu sein. Frontex und die NATO hält Flüchtlingsschiffe vom Landen ab, dänischen Whistleblowern zufolge schießen sie mit scharfer Munition.

Der folgende Bericht darf also keine Anklage an die unmittelbaren Täter bleiben. Die Todesurteile der Flüchtlinge in Moria werden auch in Deutschland gefällt.

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Jetzt sind wir Systemrelevant

Politik und Gesellschaft fokussieren sich im Moment auf systemrelevante Berufe.
Dass diese Arbeitsverhältnisse in solchen Zeiten auf einen Heldenstatus empor gehoben werden, verschleiert nur die selbst geschaffenen Probleme eines kranken Systems. Es klingt wie blanker Hohn, wenn sich jetzt Politiker*innen mit ihren moralischen Reden an diejenigen richten, für die es vorher weder Aufmerksamkeit, noch eine ausreichende Bezahlung gegeben hat.
Ob da ein wenig Applaus und etwas Schokolade darüber hinweghelfen, ein System zu retten, an dem in den letzten Jahren im Neoliberalismus an allen Ecken und Enden eingespart wurde, ist zu bezweifeln.
Die aktuelle Situation muss sowohl lokal als auch global gedacht werden. Sicherlich ist das fast unmöglich, soll aber hier trotzdem versucht werden. Dieser Kommentar versteht sich nicht als zeitlos, denn die Ereignisse und Auswirkungen ändern sich täglich.

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Frauen*kampftag

Gestern luden wir zum internationalen Frauen*kampftag die Passant*innen in der Regensburger Innenstadt zur Konfrontation mit den sexistischen Auswüchsen einer patriarchalen Gesellschaft ein. Unserer Gesellschaft. Dank des Künstlers @Gato-M konnten wir diese Ausstellung mit verschieden Einblicken rund um das Thema Alltagssexismus visualisieren. So zeigen die Aufsteller wie Frauen* aus unterschiedlichen Lebensrealitäten Mehrfachdiskriminierungen ausgesetzt werden. Alle angebrachten Kommentare entstammen 1:1 aus sozialen Netzwerken und wurden auch so geäußert. Dies soll unter anderem auch zeigen, wie verbale Gewalt in unserer Gesellschaft ignoriert und toleriert wird. Im Anschluss unterstützten wir gemeinsam die Demonstration gegen patriarchale Gewalt, organisiert von der feministischen Gruppe eben_wiederspruch.

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