Gloria von Thurn und Taxis – Welcome to Hell!

Prolog

Regensburg, du verschlafene Perle an der Donau. Zentrum überteuerter Mieten und Kulturangebote im Hamsterrad. Quell von Korruptionsskandalen und aufsteigenden Biosupermarktketten. OH, du schöne neue Baumfreiheit! Ort naiver Spielereien: Ob ein narzisstisch, bajuwarisch anmutendes Museum oder eine Kongress-Beton-Wüste vor den Toren des Bahnhofs – die Phantasie des schlechten Geschmacks hat hier bisweilen Hausrecht. Regensburg, du von Staus und Baustellen ummantelte Oase. In und mit dir wird gestorben und gelebt. Ach Regensburg, regiert und gestaltet vom fiskalpolitischen Sachzwang sowie den zwanghaften Streben nach der Umsetzung der erstbesten Bachelor-Arbeit namenloser BWL-AbsolventInnen – ÖFFNE DEINE AUGEN!

Mitten unter uns hofiert Sie. Die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Vor der Aufklärung geboren und stehengeblieben. Viel Wald und noch mehr Geld – sowie folgende Anekdoten: Gehe von uns!

 

Weiterlesen „Gloria von Thurn und Taxis – Welcome to Hell!“

Marsch für die Rechte der Geflüchteten in Fürstenfeldbruck (FFB)

FFB.png

Pressemitteilung von Geflüchteten aus Fürstenfeldbruck mit Ankündigung Demonstration am Samstag, 3. November, 14.00 Uhr in Fürstenfeldbruck

Wir sind Geflüchtete aus Afrika und haben unsere Länder aus der Angst
vor dem Tod durch verschiedene Konflikte verlassen. Wir sind hier nach
Deutschland gekommen, um unser Leben zu retten. Doch die Situation in
der wir uns jetzt befinden, ist so, als wären wir in Afrika geblieben.
Deshalb wollen wir eine friedliche Demonstration, um die guten Menschen
in Deutschland über folgendes zu informieren:

1. Wir sind keine Terroristen.
2. Wir sind keine Kriminellen.
3. Wir leben hier abgeschottet im Flüchtlingslager.
4. Wir sind schon seit mehr als zwei Jahren im FFB-Camp, obwohl uns
gesagt wurde, dass wir nur sechs Monate im Lager bleiben werden.
5. Wir wollen uns integrieren und einen Plan für unser zukünftiges
Leben.
6. Wir dürfen nicht nicht arbeiten, um Geld zu verdienen.
7. Hier leben Menschen mit massiven Depressionen, die Hilfe brauchen.
8. Unsere privaten Ärzte sagen, dass wir verlegt werden sollten, doch
wir leiden immer noch unter unserem Gesundheitszustand.
9. Geflüchtete anderer Nationalitäten werden an andere Orte verlegt,
doch nicht Nigerianer.
10. Die Sicherheitskräfte hassen Nigerianer.
11. Die Sicherheitskräfte behandeln uns wie Sklaven.
12. Frauen werden von den Sicherheitskräften innerhalb des Lagers nicht
respektiert.
13. Dieses Umfeld ist nicht gut für die Gesundheit unserer Kinder.
14. Das FFB-Lager hat heimlich unsere ungeborenen Kinder getötet.
15. Die Frauen leiden: „Die Sicherheitskräfte schubsten mich während der
Schwangerschaft. Ich wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, aber
verlor am Ende des Tages meine Zwillinge. Ich erhielt Schmerzensgeld in
Höhe von 15.000 Euro und die Regierung bat mich, Deutschland zu
verlassen.“
Es gelten keine Menschenrechte innerhalb des Lagers. Deshalb werden wir
für unsere Rechte demonstrieren:

Zeit: Samstag, 3. November, 14.00 Uhr.
Ort: Fürstenfeldbruck, Haltestelle Neufeuld Nord (an der Bushaltestelle)

Kurzfilm im Rahmen des Mobivideokontests der Kampagne „Widerständiges Bayern“

Gschicht´n vo da Sektion Oberpfalz

„A ganzer Landstrich Verbrecher“ Franz Josef Strauß über Wackersdorf in der Oberpfalz

Ein dritter Beitrag zum Mobivideo-Contest anlässlich der Demo „Widerständiges Bayern“am 6. Oktober in Nürnberg wurde auf YouTube hochgestellt. Nach dem Allgäu und Franken meldet sich die Oberpfalz zu Wort. Die Sozialrevolutionäre Aktion und die Königlich Bayerische Antifa Regensburg präsentieren einen denkwürdigen Kurzfilm: Feinsinnig, verträumt, etwas artsy und den Alkoholmißbrauch verherrlichend. Eben alles, was wir mit der Oberpfalz verbinden.

Weiterlesen „Kurzfilm im Rahmen des Mobivideokontests der Kampagne „Widerständiges Bayern““

Demo Immobilienzentren Enteignen

Immobilienhaie Enteignen!arm the homeless

Demo, 29.09.2018 in Regensburg,

15:00 Uhr, Bahnhof

Jeder Mensch braucht Wohnraum.

Aber wer wo leben darf spiegelt gnadenlos   die Klassenunterteilung unserer Gesellschaft wieder. Die Regeln hierfür werden nicht durch Gesetze, sondern durch die Macht des Geldes aufgestellt. Wer Kapital besitzt hat freie Platzwahl, wer gerade genug zum Leben verdient, wird aus vielen Gegenden hochkant rausgeschmissen durch Gentrifizierung und Mieten, die sich nicht nach dem Bedürfnis nach Wohnraum, sondern nach der Geldgier von Eigentümern richten.

Doch wohin geht das ganze Geld? Es gibt einige Privatpersonen und Immobilienunternehmen, in Regensburg z.B. das Immobilienzentrum oder re/max, die z.T. Eigentümer ganzer Mehrparteienwohnhäuser oder sogar Straßenzüge sind. Dadurch wie viele Menschen monatlich Miete an einen solchen Konzern zahlen, zeichnet sich eine permanente Umverteilung von Geld an wenige Unternehmen oder Privatpersonen ab. Verstärkt wir dies durch die stetigen Preissteigerungen.

Der Gründer und Vorstandsvorsitzende des oben genannten IZ, Thomas Dietlmayer, hat nach eigener Aussage im November 2017 im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre der Stadtregierung den ehemaligen OB Wolbergs mit Spenden unterstützt und wurde auch vom aktuellen Landtagskandidaten der CSU Rieger um Spenden angefragt, mit dem Angebot zukünftiger Baugenehmigungen und Baugebiete(5).

Neben illegaler Korruption handelt es sich aber auch um völlig legale Marktstrategien, durch die sich KapitalistInnen massiv an einem „öffentlichen“ Gut bereichern.

Wohnraum ist dadurch Spekulationsgut und wird verscherbelt. Wir, die hier leben, spielen dabei überhaupt keine Rolle. Deshalb zu kapitulieren ist genauso falsch wie sich noch verbleibende Nischen zu suchen um sich selbst zu schützen und dem Kampf um Wohnraum aus dem Weg zu gehen. Von einigen KapitalistInnen abhängig zu sein ist akut alternativlos.

Deshalb ist eine ausreichende Versorgung mit Wohnraum nur möglich durch Enteignung der Kapitalisten.

Die Frage nach bezahlbaren Wohnraum ist so dramatisch wie komplex. Ohne Grundlegende Widersprüche dieses Wirtschaftssystems zu bekämpfen kann diese Frage selbstverständlich nicht grundlegend geklärt werden. Jedoch sind die unzähligen Kämpfe z.B. der Menschen, die sich gegen eine Zwangsräumung zur Wehr setzen, der MieterInnen Initiativen, der stillen und offenen Hausbesetzer, der Zurückeroberer öffentlicher Plätze und Parks, etc. als beispielgebend anzusehen und müssen unterstützt werden. Nur zusammen und solidarisch mit vielfältigen Aktionen können wir eine politische Kraft entwickeln.

Kämpfen wir zusammen, damit Wohnraum nur denen gehört, die darin leben!

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ 1000 Jahre Sommermärchen?

Im Jahre 2006 war Deutschland die ausrichtende Nation der vierjährig stattfindenden Fußballweltmeisterschaft. Unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ wurde das „kollektive Schuldgedächtnis“ der verbliebenen „links versifften Gutmenschen“ hierzulande in die Mangel genommen.
Der Stolz auf die Nationalfahne, der Stolz auf Deutschland, der Stolz auf „unsere Geschichte“ durfte endlich wieder unverhohlen zelebriert werden. Autokorsos von betrunkenen „Deutschland Fans“, Hitlergrüße, rassistische Beleidigungen und Massenaufläufe sich selbst bejubelnder Patrioten des deutschen Bürgertums miteingeschlossen. Diese sich ins Unermessliche steigende Ekelhaftigkeiten gipfelten in dem Slogan „Die Welt zu Gast bei Freundinnen“, welches zeitgleich das Motto des größten deutschen Bordells namens „Pascha“ in Köln war.

Weiterlesen „„Die Welt zu Gast bei Freunden“ 1000 Jahre Sommermärchen?“