1.Mai – Kampftag statt Feiertag

Das Motto des revolutionären Blocks in Regensburg am diesjährigen ersten Mai: „Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft.“

Etwa 80 Genossinnen und Genossen fanden sich zusammen, um gegen Kapitalismus und Ausbeutung auf die Straße zu gehen. Die zentralen Forderungen sind unter anderem:

• Das Ende der Kooperation der Gewerkschaften mit kapitalistischen Ausbeuter*innen

• Das Ende der scheinheiligen Verhandlungen mit Arbeitgeber*innen, die doch nur Schritt für Schritt eine ständige Verschlechterung der Bedingungen der Arbeiter*innenklasse für die Bereicherung einiger weniger Kapitalist*innen mit sich bringen

• Das Ende der Leih- und Zeitarbeit und

• Die Rückbesinnung auf den ersten Mai auf das, was er ist- ein Kampftag der Arbeiter*innenklasse.

Auf einer gesonderten Kundgebung trafen sich die die Teilnehmer*innen des revolutionären Blocks, um noch einmal die Wichtigkeit eines kämpferischen ersten Mai zu betonen. Anschließend zog man gemeinsame zur Hauptveranstaltung des DGB. Noch vor dem Eintreffen des Zugs wurde uns seitens der Polizei verkündet, dass die Teilnahme mit Lautsprecherwagen vom DGB nicht toleriert werde. Die Konsequenz des Versuches wäre ein Einschreiten der Bullen.
Trotz vielfacher friedlicher Versuche, sich mit dem Block und einem Wagen anzuschließen, wurde die Stimmung seitens des DGB immer aggressiver. Man legte uns nahe, entweder den Lautsprecherwagen zurückzulassen und uns am hintersten Ende des Demozugs einzureihen oder eine gesonderte Veranstaltung durchzuführen. Der Demowagen, welcher regelmäßig vom Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD verwendet wird, sei eine Gefahr für alle; die Forderungen der Genoss*innen fehl am Platz. Als sich der revolutionäre Block schließlich einreihte, versuchten die Ordner*innen erfolglos- auch mit Handgreiflichkeiten- ihn davon abzuhalten.

• Gewerkschaften, welche eigene Mitglieder und deren Forderungen nicht dulden, sondern lieber dubiose Verhandlungen mit Kapitalist*innen führen, sind keine Gewerkschaften.

• Gewerkschaften, die Streiks brechen und sogar handgreiflich gegenüber Genoss*innen werden, welche selbstorganisiert täglich für die Arbeiter*innenklasse kämpfen, sind keine Gewerkschaften.

• Gewerkschaften, die sich mit Mottos wie „Europa. Jetzt aber richtig!“ zum Büttel der Politik machen, die versuchen, soziale Gerechtigkeit über „faire Globalisierung“ im Kapitalismus zu erreichen, während weltweit Menschen unter diesem Wirtschaftssystem leiden, sind keine Gewerkschaften.

• Gewerkschaften, die der Auffassung sind, die EU sei ein Friedensprojekt, vergessen offenbar Grausamkeiten wie den Kosovokrieg, sowie zahllose prekär Beschäftigte allein in Deutschland. Während tausende Entlassungen in der Industrie stattfinden, Milliarden unter der Armutsgrenze leben und weltweit immer noch Menschen an Hunger sterben, denken Politiker*innen an die Sicherheit ihrer Wirtschaft. Organisationen, die das akzeptieren, sind keine Arbeitergewerkschaften.

Wer sich auf die Seite des Kapitals schlägt und Menschen angreift, die sich gegen die Produktionsverhältnisse auflehnen, ist nur eines:
Sozialpartner. Streikbrecher. Arbeiterverräter.
Doch es regt sich Widerstand gegen diese klassenfeindliche Politik.
Nach einer lauten und ausdrucksstarken Demonstration, welche bis auf die anfänglichen Ausschreitungen seitens des DGB friedlich verlief, trennte sich der revolutionäre Block von der DGB Veranstaltung. Die am Haidplatz ausgerufenen Streikforderungen des Arbeiterbunds verdeutlichten, wieso diese Gewerkschaftspolitik weder tragfähig noch unterstützenswert ist. Die Antifaschist*innen zogen weiter zur Steinernen Brücke, wo mit kämpferischen Reden die Abschlusskundgebung durchgeführt wurde.
Nach Reden der Sozialrevolutionären Aktion, der Resistenza Antifascista Ratisbona, der Regensburger Falken und des Arbeiterbundes wurde die Veranstaltung aufgelöst und etwa 50 Genossinnen und Genossen verbrachten den Nachmittag gemeinsam auf der Jahninsel, wo gemeinsam gegessen und diskutiert wurde. Dazu gab es Getränke gegen Spende und Akustikmusik.
Ein gelungener Abschluss für einen gelungenen Auftakt. Denn wir werden im nächsten Jahr wieder dabei sein und wir werden immer mehr. Denn es gibt keine Zukunft für uns im Kapitalismus.

Für die soziale Revolution! Für die Freiheit!
Für einen revolutionären Kampftag der Arbeiter*innenklasse!

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